„Urlaubsgrüße“ aus der Lahn-Dillklinik, Wetzlar

 

DA meine TÜV-Plakette 1/4 jährlich verlängert werden muss,  habe ich heute im KKH Wetzlar eingecheckt. Ich bin sehr froh, dass ich wieder auf  Station 3 sein darf und hoffe und bete, dass ich Ende der Woche, mit guten Ergebnissen nach Hause gehen kann. In den letzten Monaten haben mich die Folgen der Chemo u. Bestrahlung doch ziemlich angegriffen! Das ständig wechselnde, feuchtkalte Wetter hat die Beschwerden noch verschlimmert! Das größte Problem bin ich jedoch selbst. Ich habe einfach immer versucht mein Leben so weiter zu führen wie ich es, vor dem „Tier in mir“, gewohnt war. Für mich und auch mein Umfeld ist es schwer zu akzeptieren, dass ich, auch wenn es äußerlich wenig erkennbar ist, nach wie vor sehr  geschwächt bin und auch „einiges“ an Kraft und Energie verloren habe! Nun denn, unter dem Motto:“aufwärts froh den Blick gewandt,…“ Werde ich diese Urlaubswoche angehen und die Zeit zur Erholung nutzen!

 

 

Bin mal kurz auf Heimaturlaub

Hallo ihr Lieben, nach nun 10 Tagen Reha, in der Wingertsbergklinik in Bad Homburg, habe ich schnell mal einen Tag Heimaturlaub eingeschoben. Zum einen hatte ich wirklich Heimweh nach Kind, Hund und natürlich Mann (man beachte die Reihenfolge!!!) zumal Feli an der Grippe erkrankt ist und ich schon ein schlechtes Gewissen habe, da ich sie nicht betütteln kann. Zum anderen habe ich heute morgen meine „Winterurlaubsklamotten“ in den Koffer gepackt und werde diese heute gegen die ersten Frühjahrsteile austauschen. Wir hatten, bis a gestern, die ganzen Tage über schon ein mildes, fast frühlingshaftes Wetter in Bad Homburg und ich habe dies für ausgiebige Spaziergänge genutzt. Zur Reha ist zu sagen, dass mir die Zeit mit mir sehr, sehr gut tut! Ich mache täglich ein 2 stündiges Sportprogramm, gehe viel spazieren (der Kurpark, der Hardtwald und die Umgebung sind wunderschön), habe außer Entspannungs- und Massageterminen auch noch Therapeutische Beratungstermine und bekomme auch in den Vorträgen und natürlich durch meine „Mitinsassinnen“ gute Anregungen und Informationen vermittelt. Alles in allem bis jetzt eine positive aber auch sehr nötige Zeit welche mir hilft, mein letztes Jahr bzw. meine letzten „Leidensjahre“ abzuarbeiten bzw. zu verarbeiten! Wichtig ist es für mich auch, einmal alleine zu sein und ohne Ablenkung, d.h. Internet (gibt dort wirklich keinen Empfang!), mit wenig TV und Telefon, mir meine Zeit zu gestalten, ohne auf jemanden oder etwas Rücksicht nehmen zu müssen = geschenkte Zeit!

So, nun geht es bald schon wieder los. eine gute Zeit,  Andrea

Morgen geht es in die Reha!

Jetzt ist es fast 23:00 Uhr und ich hoffe, dass ich alles gepackt habe! Morgen vormittag fahre ich für mind. 3 Wochen nach Bad Homburg zur Reha.  Was wird mich dort erwarten??? Ich freue mich auf Ruhe, auf Zeit nur für mich und nur mit mir!!! Es gibt vieles was ich endlich loslassen muß, was ich überdenken und verarbeiten sollte. vielleicht  finde ich dort endlich ein wenig Abstand zu all den Ereignissen des letzten Jahres, ich hoffe es wird meine Chance!

13. Januar 2016

Hatte heute einen Termin bei Dr. Lotterer, in Wetzlar. Bin momentan recht angegriffen und erschöpft. Das feuchtkalte Wetter dringt in meine Nähte und Narben und läßt mich nicht zur Ruhe kommen. Komischer Weise hatte ich gestern Abend während des Sports fast keine Probleme und auch meine nicht mehr vorhandenen Bauchmuskeln haben sich wieder zurückgemeldet. Bewegung ist, nach wie vor, meine beste Medizin. Dr. Lotterer hat mich jetzt erst einmal in die Reha verabschiedet. Im Anschluß, Ende Februar, habe ich dann wieder einmal das große „Rundumsorglospaket“ bei ihm gebucht d.h. das komplette Untersuchungsprogramm steht wieder an.

Habe ich eigentlich schon berichtet, daß ich in der Chirurgie in Heidelberg, bei Herrn Prof. Dr. Büchler auf der TOP-10 Liste für die außergewöhnlichsten Tumore gelandet bin? Hätte ich wirklich drauf verzichten können!!!

Vorsatz für 2016: Versprechen geben, welche man auch halten kann!

Leider hat es gestern mit meiner Fortsetzung nicht geklappt, als ich mich noch mal schnell an den Computer gesetzt habe, war es schon 1:25 Uhr und ich war mehr als müde. Sorry!!! So wo war ich stehengeblieben. Ach ja, am 15. July konnte ich das Klinikum Wetzlar verlassen. Endlich wieder zu Hause, endlich wieder im eigenen Bett, endlich wieder ein fast normales Leben. Es fühlte sich alles so gut an! Am 24.7. hatte ich nochmal einen ambulanten Termin bei Herrn Dr. Lotterer in Wetzlar, doch es gab auch seinerseits keine Beanstandungen. Welch ein schöner Tag. Ab heute hatte Feli Sommerferien und wir hatten uns kurzfristig entschieden, in der letzten Ferienhälfte eine Woche Urlaub, auf Norderney zu verbringen. In den ersten Wochen hat Feli ihren ersten Ferienjob angetreten und ich wollte mich noch ein wenig vom Krankenhaus aklimatisieren. Am Sonntag, den 26. July wurde ich morgens durch heftige Tritte und unartikuliertes Stöhnen von Eberhard aus dem Schlaf gerissen. Zuerst dachte ich, er hätte schlecht geträumt und ich schüttelte ihn heftig, um ihn zu wecken. Er kam dann auch sehr benommen zu sich, fiel aber sofort wieder in diese Zuckungen zurück und stöhnte heftig. Schnell habe ich unserern lieben und mittlerweile krisengeprüften Nachbarn, Dr. Klaus Spahn, telefon. informiert und dabei Eberhard weiterhin heftig geschüttelt und auf die Wangen geklopft, damit er nicht wieder wegtrat. Als Klaus wenige Minuten später am Bett stand und bei Eberhard keinen Pulsschlag mehr fühlen konnte hatte ich den Notdienst schon informiert. Dieser kam dann innerhalb von Minuten. Wie sich nun herausstellte konnten wir mit unseren eigenen Blutdruck- bzw. Pulsmessgeräten seinen Druck nicht mehr messen, da sein Pulsschlag mittlerweile bei 17 angelangt war, der Blutdruck jedoch war vorbildlich auf 120/80. Auch für die Rettungssanitäter und den mittlerweile eingetroffenen Notarzt ein Novum. Noch unglaublicher für alle Beteiligten war jedoch, dass Eberhard, nachdem er einen äußeren Herzschrittmacher angelegt bekommen hatte, fröhlich Witze erzählte! Nachdem er fast 2 Stunden stabilisiert werden musste, konnte er dann endlich mit dem Krankenwagen nach Weidenau in die Klinik gebracht werden. Auch während der Fahrt wurde der mitfahrende Notarzt  mit Witzen bestens versorgt. Der Notarzt bestätigte mir, nachdem er Eberhard im Krankenhaus abgeliefert hatte, dass dies in seiner langen Laufbahn noch niemals vorgekommen sei. Eberhard setzt halt immer noch Maßstäbe. Auf der Intensivstation wurde dann nach ausführlichen Untersuchungen ein akuter Hinterwandinfarkt festgestellt und es wurden ihm sofort einige Stents gesetzt. Wieder einmal hatten wir Glück und Grund zum danken. Gott sei Dank hatte sich auch mein Befinden in den letzten Tagen so stabilisiert, dass ich mich jetzt erst einmal wieder um Eberhard kümmern konnte! Welch ein Glück, dass ich zu diesem Zeitpunkt zu Hause war. Ich möchte mir nicht vorstellen was passiert wäre, wenn dies zur Zeit meines Krankenhausaufenthaltes passiert wäre und Feli hätte ihren Vater zu spät entdeckt!

Willkommen im neuen Jahr 2016

Hallo Ihr Lieben, wie schön, wieder online zu sein!!! Wenn ich jetzt an meinem Schreibtisch sitze, kann ich es gar nicht glauben, wie die Zeit an mir/uns vorübergeflogen ist. Man sagt ja immer, dass die schweren Zeiten uns länger erscheinen als die guten – das hieße aber auch im Umkehrschluss, dass ich eine gute Zeit hatte!!! Und das ist auch so, denn sonst wäre ich ja wahrscheinlich auch nicht mehr hier! Um Euch einen kurzen Überblick zu geben, werde ich nochmal bis zum Juli 2015 zurückgehen. Ich konnte ja meinen Blog im Krankenhaus Wetzlar nicht weiterschreiben, da ich ja dort keinen Wlan-Zugang hatte. Nachdem ich den Norovirus und auch die extremen Nachwirkungen der Chemo und der Radiologischen Behandlungen einigermaßen überstanden hatte und auch 3 Kilo zugenommen hatte, konnte ich am 15. Juli das Krankenhaus in Wetzlar verlassen. Wie dankbar war ich Herrn Dr. Lotterer und seinem Team für die tolle Behandlung und Fürsorge. Ohne diese Unterstützung hätte ich die letzte Runde wahrscheinlich nicht überstanden und hätte auch sicherlich nicht die Kraft gehabt, unsere nächste Herausforderung anzunehmen!                                     Fortsetzung folgt morgen, versprochen!

Rückmeldung

So, nach genau 4 Wochen schaffe ich es jetzt endlich mich wieder einmal zurück zu melden. Es waren die 4 härtesten Wochen meines Lebens und ich bin einfach nur dankbar dies überstanden zu haben! Vom 4.6. bis zum 26.6. lag ich zur 2. Runde in Heidelberg im KKH zur Chemo und zur Bestrahlung. So erstaunlich gut ich den ersten Zyklus weggesteckt habe, so extrem schlecht ist mir der letzte bekommen! 2 Wochen lang habe ich jegliche Nahrung verweigert weil mein Körper keine Kraft mehr hatte  diese „Belastung“  auch noch zu verarbeiten, zudem musste ich alle 10 Min zur Toilette – Tag und Nacht. Am 26.6. dürfte ich dann nach Hause und Eberhard und Dr. Spahn holten mich ab. In den darauffolgenden 4 Tagen wurde ich jedoch immer schwächer und musste dann am letzten Mittwoch mit dem Krankenwagen, nach WZ ins Krankenhaus gebracht werden. Mittlerweile war ich nicht mehr in der Lage zu reden -und das bei mir!!! Hier wurde dann zu den bekannten Nebenwirkungen in Bezug auf meine vorherige Behandlung auch noch ein Norovirus festgestellt und seitdem liege ich in Quarantäne und kämpfe mich jeden Tag mit kleinen Schritten ins Leben zurück! Hier im KKH habe ich allerdings kein WLAN und kann momentan nur über mein Handy schreiben.

Neuigkeiten von Andrea…

Es bleibt spannend und kurios: seit Mittwoch liegt Andrea (mehr als platt) im Klinikum Wetzlar. Sie hat sich zu allem Übel noch einen Norovirus gegönnt und geniest ab sofort Rekordtemperaturen unter Quarantäne…😲

Leider eine unschöne Nachricht. Insofern werden aktuell Nachrichten und Telefonate wenig bis garnicht angenommen werden können… Danke für Euer Verständnis 👍

Wie immer grüßt Sie Euch herzlich !!! 😘